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30.09.2022

Moment mal...


Zeitungen
Mein erster Gang am Morgen vor dem Frühstück führt mich zu unserem Briefkasten, denn dort steckt zuverlässig die Morgenzeitung, von der zunächst einmal die erste Seite überflogen wird. Regelmäßig sind es schlechte Nachrichten, die das Deckblatt beherrschen – Nachrichten von Krieg, Hass, Terror, Anschlägen, Seuchen und Krankheiten, Preiserhöhungen, von Politikern, die mit dem Verbreiten von Angst Wählerstimmen gewinnen wollen, und schließlich von Sternchen, die gerne Stars wären und deshalb mit Skandalen von sich reden machen. Das sind alles schwer verdauliche Nachrichten, die uns da Tag für Tag überfallen. Dagegen wirkt selbst eine Regenmeldung im Wetterbericht noch wohltuend.

Was baut uns da eigentlich noch auf, was macht uns Mut? Wissen wir eigentlich, dass wir auf einem sehr hohen Niveau stöhnen und klagen? Wir leben in Mitteleuropa in einer Region, in der es seit sieben Jahrzehnten keinen Krieg mehr gegeben hat, und selbst die, die wir bei uns „arm“ nennen, sind im weltweiten Vergleich noch reich, weil sozial abgesichert. Und manchmal frage ich mich, ob wir es zu schätzen wissen, in einer Demokratie leben zu dürfen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, wenn ich morgens meine Stille Zeit halte, Gott erst einmal zu danken für alle Dinge, die mich froh stimmen: für die Freiheit, meinen Glauben zu leben, für meine Ehe, für die soziale Absicherung, für den Frieden, für meine Gemeinde und die Glaubensgeschwister, für … Ich brauche eine gute Zeit, bis ich diese Liste „abgearbeitet“ habe. Und dann erst komme ich Gott mit meinen Bitten um SEINEN Beistand in allen Notständen aus den Massenmedien. Und dann weiß ich, dass alle diese Dinge, die ich ohnehin nicht ändern kann, in der richtigen, nämlich der einzig kompetenten Hand liegen: in Gottes Hand. Und da gehören sie hin. Und ich darf innerlich zur Ruhe kommen.

Kennen Sie eigentlich die Telefonnummer Gottes? Nicht? Hier ist sie: 5015 – ohne Vorwahl. In Psalm 50,15 steht: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.“ Welch ein, viel zu wenig genutztes, Angebot Gottes. Nehmen Sie doch mal das Angebot an! Das ist mein Rat. Es wirkt!

Uwe Bachmann
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