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25.04.2019

Moment mal...


Krokusse
Wenn die ersten Anzeichen des Frühlings zu erkennen sind, kommt mir häufig das Gedicht Johann Wolfgang von Goethes in den Sinn: Osterspaziergang. „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick...“ So beginnt es. Menschen werden beschrieben, die dem Frühling, dem Neubeginn entgegenlaufen. Und dann heißt es wörtlich: „Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden...“ Allerdings meint Goethe hier die Enge der Dörfer. Wir können es uns heute kaum vorstellen, wie die Welt damals aussah. Winter, das bedeutete das Aus für sehr viele Aktionen, z. B. in der Landwirtschaft, im Reiseverkehr. Der eigene Aktionsradius war stark eingeschränkt. Aber dann begann mit dem Frühjahr alles wieder neu, alles war neu belebt: in den Parks, in den Gärten, auf den Wiesen und Äckern.

Nicht umsonst feiern wir im Frühjahr das Osterfest, und Ostern bedeutet Auferstehung. Jesus Christus, am Karfreitag brutal hingerichtet, am Kreuz gestorben, erlebt seine Auferstehung am dritten Tag danach. Der Tod hat ihn nicht halten können, er, der letzte Feind des Menschen, wurde durch den Sohn Gottes besiegt. Und er bleibt auch besiegt, weil Jesus die Menschen, die an IHN glauben, in seinen Sieg mit hineinnimmt. Zu Himmelfahrt geht er zu seinem himmlischen Vater in die Ewigkeit, aus der ER herauskam, zurück. Und damit hat ER den Weg frei gemacht für alle, die an IHN glauben. Sie dürfen ebenfalls auferstehen und diesen Weg gehen, der von Jesus Christus geebnet wurde. Gott lässt wahr werden, was sein Wort im Johannesevangelium sagt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass ER seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an IHN glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben“ (Johannes 3,16).

So ist der Frühling für mich immer ein Grund doppelter Freude: Einmal ist endlich der Winter vorbei, es geht wieder voran, besonders in meinem geliebten Garten, und dann freue ich mich, dass nach dem Herbst meines Lebens nicht ein ewiger Winter folgt, sondern ewiges Leben in dem neuen Paradies Gottes. Und das ist mein Wunsch und auch mein Gebet, dass wir alle nicht bei dem kalendarischen Frühling stehen bleiben, sondern Gottes ewigen Frühling im Blick und als Ziel haben.

Uwe Bachmann
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