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16.06.2019

Moment mal...


Victory-Zeichen
Wir Menschen in Deutschland blicken auf über sieben Jahrzehnte des Friedens zurück. Das ist eine lange Zeit ohne Krieg. Dennoch müssen wir erkennen, dass es seit dem Zweiten Weltkrieg wohl keinen Tag gibt und gab, wo nicht an einem Punkt der Erde ein Krieg geführt wurde oder wird.

Aber selbst wenn wir die internationalen Kriege einmal außer Acht lassen, stellen wir doch fest, dass wir in einer Welt der Kleinkriege leben: Hass gegen Fremde, Andersdenkende, Andersglaubende, Kleinkriege im Alltag und in der Nachbarschaft, Mobbing in so vielen Bereichen – bis hinein in die Familien, das Internet ist ein weites Schlachtfeld für Rachefeldzüge und anonyme Kleinkriege. Jeder von uns kann diese Aufzählung mühelos um einiges ergänzen.

Dass wir international nicht noch mehr Kriege haben, hängt sicherlich mit der Angst vor einem Atomkrieg und vor Vergeltungsschlägen zusammen. Das könnte man mit einem Zitat zusammenfassen: „Nur das Schwert hält das Schwert in der Scheide.“ Gegen Ende des letzten Jahrhunderts gab es auf einer Kundgebung in der DDR ein Plakat, das einen Igel zeigte und die Unterschrift trug: „Der Friede muss bewaffnet sein!“ Dagegen steht eine Aussage, die Jesus Christus seinen Jüngern gegenüber machte: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Matthäus 5,9) ER selbst ist Friedensstifter, denn ER hat uns durch seinen Tod am Kreuz alle Aufsässigkeit, allen Widerstand gegen seinen Willen und seine Gebote vergeben und einseitig Frieden geschlossen und hofft und wartet nun, dass wir diesem Frieden zustimmen. Das ist ein Friede, der zunächst IHM gilt, aber wenn wir diesem Friedensbund beigetreten sind, dürfen wir auch Frieden haben mit unseren Mitmenschen. Und aus eigener Erfahrung darf ich sagen: Das gelingt auch, auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder versage. Ich weiß: Solange wir Menschen in dieser Welt sind, wird der endgültige Friede ein wunderbarer, nicht erfüllbarer Traum bleiben, aber wichtig ist es immer wieder, ihn zu träumen, denn wenn die Sehnsucht, ihn zu leben, wach bleibt, kommen wir diesem Frieden schrittweise näher. Und eines Tages, in Gottes Ewigkeit, wird ohnehin ewiger Frieden herrschen, darauf haben wir SEIN Wort.

Uwe Bachmann
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