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19.11.2017

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein "Moment mal...", das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.

Ätzend
Wer von uns kennt das nicht: Da hat uns jemand schwer verletzt, war beleidigend, übervorteilte uns, fügte uns schweren Schaden zu… Und nun keimen in uns Rachegedanken auf, innerlich planen wir, wie wir uns „revanchieren“ können. Und dieses Denken bestimmt uns mehr und mehr. Das können wir doch nicht so einfach hinnehmen! Vielleicht merken wir gar nicht mehr, dass wir von diesen Rachegedanken bestimmt werden, dass sie uns im Griff haben und nicht wir sie. Ich kann den bewussten Personen nicht mehr gerade in die Augen sehen. Ätzend wie eine starke Säure brennen solche Gedanken in uns.

Eine schlimme Situation, geradezu eine ausweglose, wenn da nicht, ja, wenn da nicht Gottes Wort wäre, das mir einen Ausweg zeigt. In den Sprüchen steht: Hass erregt Hader, aber Liebe deckt alle Übertretungen zu. (Spr. 10,12) Mir helfen in solchen Situationen zwei Gedanken.

1. Wie vielen Menschen habe ich durch meine Art schon übel mitgespielt und dadurch in ihnen Rachegedanken geschürt? Von ihnen erwarte ich ja auch, dass sie das alles „nicht so ernst“ nehmen.

2. Wie viel Schuld vergibt mir Gott täglich, wie oft handle ich persönlich gegen seine guten Gebote? Gott hasst nicht, ER liebt vielmehr  uns alle, obwohl wir immer wieder in unserer Liebe zu IHM versagen. Seine Liebe offenbart sich an dem Kreuz, an dem sein Sohn Jesus hing, als er für alle unsere Sünden bezahlte. Und Gott erwartet von mir, dass ich jetzt in meiner Liebes- und Vergebungsbereitschaft wachse.

Die Holländerin Corrie ten Boom musste während der NS-Zeit im KZ viel leiden. Ihre Schwester wurde an demselben Ort hingerichtet. Nach dem Krieg traf Corrie auf genau jenen Mann, der sie so übel behandelt hatte. Er war Christ geworden und ging, ohne sie zu erkennen, auf einer Evangelisation auf sie zu und wollte ihr die Hand reichen. Nach langem Zögern war sie dazu bereit. In einem kurzen Moment war ihr klar geworden, wie viel Gott ihr vergeben hatte und dass sie kein Recht hatte, weiter an ihrem Hass festzuhalten. Von diesem Moment an hatte sie innerlich Ruhe vor den Hassgedanken. Ganz ehrlich: Daran muss ich für mich zwischendurch immer noch arbeiten!

Uwe Bachmann

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