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19.11.2017

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein "Moment mal...", das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.

Macht-Haber
Beim Zeitungsstudium falle ich über das Wort „Machthaber“, von denen in einem Bericht über Asien die Rede ist. Inhaltlich ist dieses Wort schnell erklärt: Machthaber sind Menschen, die die Macht haben, etwas Bestimmtes zu tun. Das Wort ist sehr negativ besetzt, denn wenn Menschen große Macht in ihren Händen halten, missbrauchen sie diese Macht in der Regel für sich und ihre Pläne - oft in menschenverachtender Weise. Die Geschichte ist von der Urzeit bis in die Gegenwart voll von solchen Menschen: Hitler, Stalin, Ulbricht, um nur einige zu nennen.

Momentan kennen wir in Europa im Zeitalter der Demokratie eine solche Entwicklung nicht. Das bedeutet aber nicht, dass keine Anzeichen dafür vorhanden wären. Wir kennen in der Landes- und auch in der Bundespolitik Minister, die in verschiedenen Ressorts ihren Regierungschefs zur Seite stehen. Nun meint dieses Wort „Minister“ aber nichts anderes als „Diener“. Ein Minister ist nichts weiter als ein Diener, nämlich ein Diener des Volkes. Und ein Ministerpräsident ist der oberste Diener, der allen anderen Dienern vorsteht.

Nur hat man bei vielen von ihnen nie den Eindruck, dass sie den Begriff des Dienens für ihre Amtsgeschäfte erkannt hätten, eher im Gegenteil. Sie gebrauchen - oder sollte man sagen: missbrauchen? - ihre Ämter zum eigenen Vorteil.

Mir fällt jemand ein, der vor rund 2000 Jahren von sich gesagt hat: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“ Das war Jesus Christus. Niemand hat je so viel Macht in den Händen gehabt wie er, aber er hat auch nie seine Macht missbraucht - im Gegenteil: Er allein hat den Menschen gedient und damit auch seinem und unserem Vater im Himmel, hat sich am Kreuz hinrichten lassen und somit die Strafe für unsere Sünden auf sich genommen. Er ist der wahre Macht-Haber, der von sich sagt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene.“

In einer Fabellegende werden die Tiere gefragt, wer denn zu Weihnachten würdig sei, das Christkind an der Krippe zu empfangen. Alle Tiere preisen ihre Fähigkeiten - vom stolzen Löwen bis zum eitlen Pfau - nur Ochse und Esel sagen nichts. Als sie wegen ihres Schweigens gefragt werden, was sie vorzubringen hätten, antworten sie: „Wir haben nur gelernt zu dienen.“ Seitdem sind sie auf fast allen Darstellung der Geburtsszene an der Krippe zu sehen.

Uwe Bachmann

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