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23.09.2019

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein „Moment mal...“, das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.



Kritik
Liebe Leser unseres Gemeindebriefes,

haben Sie schon einen Druckfehler in dieser Ausgabe entdeckt - oder vielleicht sogar mehrere? Dann darf ich Ihnen ein kleines Geheimnis mitteilen: Das haben die Redakteure mit Absicht gemacht. Es gibt nämlich Menschen, die nur nach Fehlern suchen, und unser Gemeindebrief möchte niemanden enttäuschen, sondern für jeden etwas bieten. Es ist eben so: Wir üben viel schneller Kritik als dass wir loben. Dabei ist Kritik etwas sehr Wichtiges in unserem Leben, weil sie uns fördert.

Ich kann aus meinem Leben berichten, dass ich gerade durch die (wohlmeinende) Kritik vieler Menschen innerlich gewachsen bin, und dafür bin ich dankbar, auch wenn manches nicht so leicht zu „schlucken“ war. Aber lieblose Kritik, die nur um ihrer selbst willen geäußert wird, ist wie eine starke Säure, die vieles zersetzt und zerstört.

Ich erinnere mich, dass ich vor vielen, vielen Jahren über meinem Kinderbett einen Vers hängen hatte: „Ein liebes Wort am frühen Morgen erfreut das Herz den ganzen Tag.“ Das ist zunächst ein ganz banaler Satz, der mir im Alltag aber immer wichtiger wird. Man muss es nur einmal ausprobieren und der Kassiererin im Supermarkt, einem Bekannten auf der Straße oder einem Menschen, den man zufällig trifft, ein gutes oder ein fröhliches Wort oder einfach nur ein Lächeln schenken. Und man wird erleben, dass man als Lohn ein positives Echo erleben darf.

Die Welt ist so voller negativer Anschauungen, Meinungen und Meldungen, dass wir Menschen hungrig sind nach positiven Ereignissen. Und wie oft sind es nur Kleinigkeiten, die das möglich machen. Ich kann in meinem Umfeld dazu beitragen, dass ich das Verbindende und Aufbauende zu meinen Mitmenschen sehe und tue und nicht das Trennende und Zerstörende. Dieses Umfeld kann ich durch mein Verhalten zu einem guten Teil selbst gestalten.

Der Apostel Paulus hat im Römerbrief in der Bibel geschrieben: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.“ Ich bin nicht besser als meine Mitmenschen, aber dadurch, dass ich durch Jesus Christus gerecht gemacht und von Gott als sein Kind angenommen bin, kann und will ich mich von Gott in meiner Lebensführung leiten lassen - und das bedeutet wohl, kritisch zu sein, aber nicht kritiksüchtig. Und zwischen diesen beiden Begriffen liegen Welten.

Uwe Bachmann
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