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19.11.2017

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein "Moment mal...", das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.

Türen
Tür
Mich faszinieren Türen: große oder kleine, bunte oder einfarbige, hölzerne oder metallene, neue oder alte – egal. Und sie faszinieren mich nicht nur wegen ihrer Äußerlichkeit, sondern wegen ihrer Funktionen. Wer von uns hat nicht schon einmal erbost eine Tür zugeschlagen und geschmollt, um anzudeuten, dass er oder sie verärgert war und mit der Person hinter der Tür nichts mehr zu tun haben wollte.

O ja, eine hervorragende Rolle einer Tür besteht darin zu trennen. Türen trennen Menschen verschiedener Meinung und Mentalität, verschiedener Herkunft und Gesellschaftschichten. Sie trennen, wenn sie verschlossen werden.

Aber Türen können sich auch öffnen, wenn ihre Besitzer es wollen, um einander willkommen zu heißen, sich zu begrüßen oder Kontakte herzustellen. Wir selbst bestimmen, wozu eine Tür, nämliche unsere Tür, dienen soll.

Zwischen Gott und den Menschen wurde durch die Schuld der Menschen die Tür vom Paradies nach der Vertreibung zugeschlagen, verschlossen und sogar bewacht. Davor stand unsichtbar und doch für jeden deutlich: BETRETEN VERBOTEN! Die Menschheit war von Gott getrennt, aber Gott saß nicht hinter seiner Tür und schmollte, sondern setzte alles daran, für uns eine neue Tür zu öffnen, die seinen Geschöpfe wieder zu IHM Einlass gewährte.

Jedes Jahr zu Weihnachten feiern wir die Öffnung dieser neuen Tür, wenn wir den Geburtstag von Gottes Sohn Jesus Christus feiern. Er ist die Tür, durch die wir wieder freien Zugang zu Gott haben. Nur er kann von sich sagen: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden.“ (Johannes 10,9) Und Jesus ist auch gleichzeitig der Weg, der zu dieser Tür Gottes führt, die jedem offen steht, der Zugang haben möchte; sie ist zu keiner Zeit geschlossen. Wir Menschen sind es doch, die unsere Herzenstüren vor Gott verschließen und ihn aussperren. Aber Gottes Angebot gilt allen und immer noch und immer wieder. Jesus hat es so formuliert: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ (Offenbarung 3,20) Das Angebot steht, aber die Tür öffnen, das müssen wir.

Uwe Bachmann

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