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21.07.2018

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein "Moment mal...", das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.

Grüß Gott und tschüss
Hand
Das erste dieser beiden Grußwörter hört man im Nord-Süd-Gefälle ja eher südlich, das andere sehr häufig in unseren nördlichen Regionen. Aber was bedeuten sie eigentlich?

Gerade mit der Redewendung „Grüß Gott“ hatte ich so meine Probleme. Soll ich Gott grüßen oder mein Gegenüber auffordern, es zu tun? Ich machte mich auf die Suche – und wurde fündig. Das Wort „grüß“ leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen her und heißt dort „gruezen“. Es bedeutet anreden oder ansprechen. Also ist unser „Grüß Gott“ eine Aufforderung: Sprich Gott an! Rede mit Gott! Sei mit ihm im Gespräch! Menschen, die so eine Aufforderung aussprechen, wünschen den betreffenden Menschen in die Nähe Gottes, sie befehlen ihn Gott an. Im Grunde ist es ein Segenswunsch, besser: eine Segnung.

Und „tschüss“? Wie oft wenden wir dieses Wort an. Seinen Ursprung hat es im Französischen. Dort gibt es den Abschiedsgruß „a dieu“, und der bedeutet übersetzt: „zu Gott“ oder „ich befehle dich Gott an“ oder kurz: Gott befohlen. Im Spanischen wurde daraus „adios“, und das wiederum hat irgendwann Einzug gehalten in unsere deutsche Sprache, manchem von uns wird noch die Formulierung „atschüss“ geläufig sein, aus der dann unser „tschüss“ hervorging. Wer hätte das gedacht?

Immer dann, wenn wir anderen Menschen diese Worte zusprechen, segnen wir sie, zumindest äußern wir den Wunsch, dass sie unter Gottes Segen stehen mögen. Denken wir doch mal daran, wenn wir wieder jemanden mit „tschüss“ verabschieden oder mit „grüß Gott“ begrüßt werden. Was können wir einem Menschen Besseres mit auf den Weg geben als Gottes Segen?

Laut Gottes Wort sind wir sogar zum Segnen berufen. Der Apostel Petrus schreibt in seinem ersten Brief an die Gemeinden: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.“ Haben wir es mitbekommen: Wer segnet, steht selbst unter Gottes Segen? Was gibt es Wichtigeres oder Besseres?

Uwe Bachmann

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