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19.09.2018

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein "Moment mal...", das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.

Grenzen setzen
Absperrung an einer Straße
Das kennen wir wohl alle aus eigener Erfahrung: Im Supermarkt bockt ein Kleinkind, schreit herum, weint, wirft sich womöglich auf den Boden, und dabei steht dann eine Mutter, bisweilen hilflos, vielleicht aber auch konsequent oder verärgert schreiend. Es ist klar, was da gerade abläuft. Das Kind will eine Süßigkeit, vielleicht auch Eis oder ein Spielzeug, und Mutter verweigert es. Was nun? Es gibt Mütter (natürlich auch Väter), die entschließen sich schnell zum Nachgeben, andere schleifen heulende Kinder hinter sich her zur Kasse – nichts wie raus aus dem Supermarkt und dieser peinlichen Situation! Wieder andere versuchen durch Erklärungen und Versprechen, die Kinder zur Ruhe zu bewegen.

Dabei hätte es gar nicht zu dieser Entwicklung kommen müssen, wenn... ja, wenn diese Kinder es zu Hause schon gelernt hätten, dass es Grenzen gibt und sie nicht grenzenlos fordern, bestimmen oder sich über die Wünsche der Eltern hinwegsetzen können. Kinder brauchen Grenzen, die sie, wo und wann auch immer, nicht überschreiten dürfen. Und ich behaupte mal: Kinder wollen auch Grenzen, innerhalb derer sie sich bewegen können und sollen. Auch wir Erwachsene leben innerhalb von Grenzen, die uns gesetzt und auch wichtig sind. Der Gesetzgeber gibt uns beispielsweise das Grundgesetz, es gibt moralische Gesetze, und es gibt göttliche Gesetze wie z. B. die Gebote, die wir Menschen von Gott erhalten haben. Innerhalb dieser Grenzen dürfen wir unser Leben führen. Gut so! Wir sind auf diese Weise vor Übergriffen anderer Menschen auf uns geschützt, und diese sind wieder vor uns geschützt.

Ich höre förmlich wieder dieses Argument: Wenn es nach Gott geht, dann darfst du ja gar nichts mehr! Ist das wirklich so? Stellen wir uns doch mal eine Autobahn ohne Leitplanken und ohne Verkehrsregeln vor. Funktioniert nicht? Natürlich nicht! Und deswegen brauchen wir diese Regeln, weil sie uns schützen und geschützt leben lassen. Gott setzt uns Grenzen, aber nicht, um uns zu unterdrücken, sondern weil sie uns dienen. Sind wir nicht manchmal wie die Kinder: schnell mal die Grenzen austesten? Ich denke, dann stellen wir fest wie gut sie sind. Und Gott legt große Verheißungen auf die, die seine Gebote halten. Abraham könnte dazu etwas sagen.

Uwe Bachmann

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