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23.10.2020

Moment mal...


Jesus
Vor einiger Zeit fragte mich jemand: „Hältst du mich für eine Atheistin?“ Nein, das konnte ich nun wirklich nicht sagen, und ich würde auch niemand den Glauben absprechen, zumal sehr viele Menschen an einen Gott glauben, also Theisten sind. Nur ist das bei ihnen zumeist ein sehr ferner Gott, der ihnen auch nicht allzu nahe kommen soll. Ein bekannter Prediger hat einmal vom Pocket-Jesus gesprochen, also von einem Taschen-Jesus, einem Gott, den man mit sich führt, aber im Verborgenen, und den man dann, wenn man ihn braucht, zutage befördert und mit den eigenen Bitten, Wünschen oder gar Forderungen konfrontiert. Aber diesen Gott gibt es nicht.

Ich teilte meiner Gesprächspartnerin mit, dass ich sie nicht für eine Atheistin hielte, fügte aber hinzu: „Bei dem Begriff Christ bin ich allerdings kritischer“. Christ leitet sich ja ab von Jesus Christus, und Christen sind Menschen, die an IHN glauben, die IHM, wie die Bibel sagt, nachfolgen. ER geht voraus, und wir folgen IHM. ER bestimmt die Richtung und den Weg und auch das Ziel, und wir halten uns daran. Jesus Christus hat das Sagen im Leben der Christen, und ER redet tatsächlich. Denn seit dem ersten Pfingstfest wohnt und lebt ER in den Menschen, die an IHN glauben und spricht als Heiliger Geist Gottes zu ihnen. Er berät, ermahnt, ermutigt, baut auf – und wer wirklich an Christus glaubt, wird sein Reden immer wieder vernehmen. Das darf uns aber nicht dazu verleiten zu meinen, als Christen seien wir etwas Besonderes. Christen sind nicht besser als andere Menschen, sie sind nur „besser dran“. Der Heilige Geist in ihnen zeigt ihnen in aller Deutlichkeit an, wer sie in Wirklichkeit sind: nicht so, wie Gott sie gerne hätte. Sie sind, nein, wir sind, nein, ich bin schuldig und sündig vor Gott, das offenbart ER mir immer wieder. Und das beunruhigt mich, das rührt mich an, das zieht mich nach unten. Aber dann wird dieser Geist wirksam und sagt zu mir: „Denk an Gottes Liebe, denk an Karfreitag!“ Und mir fällt der Bibelvers ein: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass ER seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an IHN glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

Als Christ bin ich aus einem Geschöpf Gottes ein Kind Gottes geworden.

Uwe Bachmann
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