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02.12.2021

Moment mal...


Spatz
Die teuerste Bibel der Welt ist wahrscheinlich die handgedruckte Gutenberg-Bibel, von der es nur noch wenige Exemplare gibt, und jedes von ihnen dürfte einige Millionen Euro kosten. Wer ein solches Exemplar sein Eigen nennt, darf sich wohl als reich oder sogar schwerreich bezeichnen.

Meine älteste Bibel stammt aus dem letzten Jahrhundert. Auf der ersten Seite stehen in meiner Schülerschrift mein Name und das Datum: 2.3.1955. Ich erinnere mich: Ich brauchte diese Bibel für den Religionsunterricht in der Schule, und der Pastor, der uns damals unterrichtete, verkaufte sie mir und den anderen Schülern. Sogar der Preis ist auf der letzten Seite noch zu lesen: 1,80 DM. Ich habe sie jetzt also schon 66 Jahre im Besitz. Sie ist zerlesen, ein wenig aus der Form gefallen, die Rückseite zerfällt langsam, und in ihrem Inneren sind viele bunte Anmerkungen und Symbole an den Rändern. Dort habe ich festgehalten, was mir beim Lesen an Erkenntnissen gekommen ist. Sie enthält Eselsohren und ist auch sonst nicht mehr sehr ansehnlich. Nein, ihr Besitz macht mich nicht reich, das weiß ich. Und ich habe auch noch wertvollere Bibeln im Schrank – mit Goldrand und Bildern, Landkarten und zusätzlichen Informationen. Aber welche Bibel wir auch besitzen: Wenn wir sie benutzen und lesen, haben wir ein Vermögen in den Händen und sind schwerreich.

Kostbar sind nicht die Äußerlichkeiten, wie vielleicht ein Goldschnitt oder wertvolle Bilder, kostbar ist vielmehr der Inhalt: Gottes Wort. Das ist ein Wort, das unzerstörbar ist, keiner Inflation unterliegt und eine sichere Bank ist. Hier bekomme ich Informationen, die mein Leben gelingen lassen, hier erhalte ich Trost, Kraft, Mut, hier finde ich Geborgenheit, Aufmunterung und Zuversicht. Hier finde ich Gott selbst und begegne Jesus. Aber wie schon gesagt: Wir müssen sie gebrauchen, lesen, immer wieder in die Hand nehmen, um täglich das abzurufen, was wir zu einem gelingenden Leben benötigen.

Jemand hat mal gesagt: Bibelleser sind wie Schatzsucher. Wer beharrlich in Gottes Wort sucht, der findet wahre Schätze. Wann warst du das letzte Mal auf Schatzsuche? Im Hebräerbrief steht: Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig.

Uwe Bachmann
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