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19.11.2017

Moment mal...


Alle drei Monate verfasst unser Gemeindemitglied Uwe Bachmann sein "Moment mal...", das eine feste Rubrik im Gemeindebrief ist.

Jakobsmuschel
Lange Zeit habe ich gerätselt, woher wohl der Name „Jakobsmuschel“ kommen könnte. Dann habe ich  irgendwo gelesen, dass Jakobus der Patron aller Pilger und Wanderer ist und die Muschel nach ihm benannt ist. Der Legende nach soll er bis nach Spanien gewandert und dort als Pilger umher gereist sein. Und auf seinen Wegen, so sagt es die Legende, soll er nur drei Dinge bei sich gehabt haben: einen festen Stab, einen weiten Mantel und eine Muschel, eben jene Jakobsmuschel. Diese Muschel hing an einem Band und war am Mantel befestigt und diente gleichzeitig als Kennzeichen der Pilger und war auch Erkennungszeichen, das für die Klöster und Herbergen bedeutete, diesen Menschen Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Sie ähnelt einer offenen Hand, einer Hand, die bittet, dann aber auch einer gebenden Hand. Die Pilger gebrauchten sie auf den Wanderungen zum Wasserschöpfen und zum Trinken. Die am Band herunterhängende Muschel gleicht der bittenden, die schöpfende Muschel der gebenden Hand. So hatte sie für die Pilger, also auch für Jakobus, wichtige Funktionen. Aber auch der Stab war unverzichtbar, denn auf den weiten Wegen bedeutete er eine wichtige Stütze und diente auch zum Schutz. Der weite Mantel hüllte den Wanderer ein und schützte ihn vor Hitze und Kälte und vor den Gefahren des Wetters.

Aber diese drei Dinge sind gleichzeitig auch symbolisch für unser Wandern auf dieser Welt hin zu unserem himmlischen Ziel. Gott hat durch Jesus einen Vertrag mit uns Menschen geschlossen, nämlich dass ER uns in Treue zu SEINEM Ziel bringen wird, in die Ewigkeit. Das ist der Stab, an dem wir gehen können und der uns trägt. Eingehüllt sind wir auf dem Weg in den Mantel SEINER Liebe, die uns schützt vor allen Angriffen von außen. Und mit der Muschel in der Hand dürfen wir wissen, dass ER uns Herberge gibt und gleichzeitig ein Wasser zur Verfügung stellt, das in die Ewigkeit einmündet. Und die Muschel darf uns immer wieder daran erinnern, dass wir eine Herberge bei Gott selbst erbitten. Mit dem Blick auf sie dürfen wir uns gegenseitig immer wieder mit Psalm 121 wünschen: „Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“

Uwe Bachmann

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